Pappadum & co.: Indisch leben

Pappadum steht hier stellvertretend für alle Brotsorten, die man in Indien so vorgesetzt bekommt. Von Roti, über Pappad bis hin zu Naan usw...
Einiges davon durften wir bereits kosten.
Manches, wie zum Beispiel das Pappadum isst man wie ein Snack als Vorspeise,  tunkt es in Soßen und das schmeckt dann mit verschiedenen Gewürzen ein bisschen wie Chips .
Naan kennen wohl die meisten. Das ist eher fluffig, kommt aus dem Tandoori-Ofen und wird mit viel Ghee (indische Butter) übergossen.
Roti bekommt man als dünnen weichen Teigfladen serviert (ebenfalls mit ordentlich Öl drauf)
Man kann das meiste Brot aber auch "plain" bestellen, dann trieft es nicht so.


Puri ist aus dem gleichen Teig wie Roti, wird aber fritiert und geht daher auf wie ein kleines rundes Kissen.


















Chapati isst wahrscheinlich jeder Inder und jede Inderin mindestens einmal am Tag. Das wird ganz dünn in einer Chapatipfanne gebacken, dann über der Flamme auf einem Rost einmal aufgebläht, dabei leicht gebräunt und besteht im Prinzip nur aus Mehl und Wasser. Dazu gibts dann eine Gemüsepampe oder Daal (Linsenbrei). 





In einer indischen Küche gibt es übrigens keinen Ofen. Brot wird in der Pfanne und über dem offenen Gasherd gebacken. Nur die Restaurants haben Tandoori-Öfen. Die Weihnachtszeit wird also sehr unweihnachtlich ohne Backen!


Letzen Endes wird das meiste Brot mit Weißmehl gebacken...für uns verwöhnten Schwarzbrotesser also etwas gewöhnungsbedürftig.






Verwirrende Einzelheiten


Indien nennt sich nicht nur "incredible" – Es ist auch so!
Wo man geht und steht, lachen einen die Gegensätze geradezu an. Wir sind begeistert und geschockt zugleich. Was ins Auge sticht, ist natürlich der Müll. Man sieht ihn überall, fragt sich, wie er dorthin gekommen ist und weshalb sich niemand um die Entsorgung kümmert. Hinweisschilder nützen da nicht viel!  








Gegensätze ziehen sich an 


Eine These, die Indien voll und ganz bestätigt. Wir erleben den Kulturschock nicht nur einmal, sondern jeden Tag aufs Neue.
So kommen am Abend aus einer riesigen Baustelle füre schicke Appartements die Arbeiter heraus und verschwinden in der Wellblechhüttensiedlung, die sich daneben entwickelt hat.
Oder man fährt, womöglich auch fälschlicherweise, über ungepflasterte, unbeleuchtete Straßen durch heruntergekommene Hüttensiedlungen, vorbei an am Straßenrand liegen schlafende Menschen direkt neben Hunden, und kommt im "Corinthian Club" an. Ein großes, schlossartiges Gelände, hell erleuchtet, hochmodern mit klimatisiertem Garten (!). 
Verrückt, denkt man da, hier kann doch irgendwas nicht stimmen!